Grüne soße Für  exil-frankfurter

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Wenn der Frühling anbricht, kann es vorkommen, dass man als echter Frankfurter im bundesdeutschen Ausland von kulinarischer Nostalgie befallen wird. Denn wenn die ersten Sonnenstrahlen die Nase kitzeln, passiert es gut und gerne, dass man sich nach einem Teller schöner Grüner Soße mit Kartoffeln sehnt. Und so habe ich beschlossen, das ‚Frankfurter Nationalgericht‘ einmal in Berlin selber zu machen. Doch als in einer Großstadt lebende Exil-Frankfurterin ohne eigenen Kräutergarten stoße ich hier auf beschwerliche Hürden: Sauerampfer bekomme ich nach intensiver Suche auf dem Markt, aber wo bitte finde ich Borretsch, Pimpinelle und frischen Kerbel? Lange habe ich mit mir gehadert und mich dann dazu entschlossen einfach andere Kräuter zu wählen. Kräuter, die überall in Deutschland problemlos zu beschaffen sind. Die Echtheit des Gerichts ist so vielleicht nicht gewährleistet, aber der Geschmack ist fabelhaft und ich wage zu behaupten, dass es Goethe, dessen Leibspeise Grüne Soße war, sicher geschmeckt hätte.

ZUTATEN FÜR 4 PERSONEN:

  • 300 g gemischte Kräuter: Dill, Bärlauch, Koriander, Petersilie, Schnittlauch, Rucola und einige Blätter Minze
  • 750 g Naturjoghurt
  • 2 TL Senf
  • Salz
  • Pfeffer
  • Olivenöl
  • 1 kg Kartoffeln (festkochend)
  • 4-8 Eier (nach Hunger)

Die Kartoffel gut waschen und in einem Topf mit Wasser ca. 20 Minuten garen. Anschließend Wasser abgießen. Eier in kochendes, sprudelndes Wasser geben und ca. 8 Minuten kochen bis sie wachsweich sind. Unter kaltem Wasser abschrecken und abkühlen lassen.

Kräuter gut waschen und sehr fein hacken. In einer Schale mit Joghurt, Senf und einem kleinen Schluck Öl vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Grüne Soße mit gepellten Kartoffeln und halbiertem Ei servieren. Je nach Geschmack können die Eier auch sehr klein geschnitten unter die Soße gemischt werden.