Vegetarischer Weihnachtsbraten

EDEL // FESTLICH // NACHHALTIG

Vegetarische Weihnachten - geht das überhaupt? So viele Menschen können sich das Fest ohne einen richtigen Braten kaum vorstellen. Eine Gans, Ente, Lammkeule oder ein Rehbraten scheinen zur Königsklasse des festlichen Mahls zu gehören. Leider wird in zu vielen Fällen kaum danach gefragt, woher das Fleisch eigentlich stammt und es scheint alleine wichtig etwas Deftiges auf dem Tisch zu haben, egal von welcher Qualität. Das ist sehr schade, denn es gibt so viele leckere und kostbare Alternativen aus der Natur, aus denen ein edles Gericht zum festliches Anlass gezaubert werden kann. Ich habe dazu leckere Nüsse, Maronen, Aprikosen und Cranberries mit wunderbaren Aromen, wie Zimt, Kumin und Koriander zusammengebracht und muss gestehen, dass ich mir auf kulinarischer Ebene nichts Weihnachtlicheres vorstellen kann als diesen vegetarischen Braten. Allen, die ihr Weihnachtsmenü schon geplant haben, möchte ich ans Herz legen, dieses Gericht zwischen den Jahren oder zu Silvester auszuprobieren, denn es ist wirklich so lecker!

REZEPT FÜR 6-8 PERSONEN:

Braten:

250g Hokkaido-Kürbis

250 g Süßkartoffeln

200 g vorgekochte und geschälte Maronen

1 Zwiebel

2 Knoblauchzehen

50 g getrocknete Aprikosen

50 g Rosinen

50 g Cranberries

50 g getrocknete Pflaumen

1 TL Zimt, gemahlen

1 TL Kumin, gemahlen

1 TL Koriandersamen, gemahlen

250 g Nüsse (gemischt: Haselnuss, Walnuss, Mandel etc.)

150 g Vollkornreis

3 Eier

Olivenöl

Salz

Soße:

1,5 L passierte Tomaten

4 Knoblauchzehen

2 Chilischoten

1 große, rote Zwiebel

1 EL Agavendicksaft

4-5 Lorbeerblätter

Einige Zweige Thymian

Olivenöl

Darüber:

200 g Parmesan

1 Bund Koriander

Braten:

Süßkartoffeln schälen, den Kürbis gut waschen und aushöhlen. Beides in kleine Stücke schneiden. Süßkartoffeln und Kürbis auf einem mit Backpapier belegten Blech ausbreiten und salzen. Bei 160°C 25-30 Minuten im Ofen backen. Anschließend Gemüse kurz abkühlen lassen und dann in einer Schüssel mit dem Stabmixer pürieren. Vollkornreis nach Anleitung kochen und abkühlen lassen. Maronen und Trockenfrüchte grob hacken, Nüsse mit einer Küchenmaschine fein zerkleinern. Zwiebel schneiden und mit etwas Olivenöl in einer Pfanne anbraten und gut durchgaren lassen ohne dabei die Zwiebeln zu verbrennen. In den letzten zwei Minuten den gehackten Knoblauch dazu geben. In einer großen Schüssel nun Kürbispüree, gehackte Maronen, Trockenfrüchte und Nüsse, Zwiebeln und Knoblauch und Reis mischen und Zimt, Kumin, Koriander sowie die drei Eier hinzugeben. Alles sehr gut durchmischen und dann mit Salz abschmecken. Das Ganze zu einem Braten formen und in eine große, mit etwas Öl gefettete Bratenform geben.

Soße:

Zwiebeln hacken und in einer großen Pfanne mit hohem Rand mit etwas Olivenöl anbraten. Sobald die Zwiebeln glasig sind, passierte Tomaten und etwas Salz hinzugeben. Chilischoten in kleine Ringe schneiden, den Knoblauch schälen und halbieren. Beides in die Tomatensoße geben, Lorbeerblätter und Thymian ebenso hinzufügen. Die Soße ca. 20-30 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, ggf. etwas Wasser dazugeben.

Die fertige Sauce über den Braten geben. Parmesan reiben und über beides streuen. Bei 200°C circa 40 Minuten im Ofen backen.

Mit frisch gehacktem Koriander servieren.

Viel Spaß beim Kochen, Essen und vor allem Genießen!